Bieler & Weyer Glossar

Sie kennen das vielleicht, manchmal läuft einem ein Fachbegriff über den Weg, von dem man aus der Erinnerung heraus zwar ahnt, was er bedeutet, aber ein bisschen Unsicherheit bleibt. Genau für diese Fälle haben wir, die Kreativen der Werbeagentur Bieler & Weyer in Osnabrück, nachfolgend unser eigenes kleines Glossar erstellt. Hier finden Sie Fachbegriffe aus den Welten des Marketing, der Werbung, des Vertriebs und der Marktforschung erklärt. von A wie Above the line bis Z wie Zweitplatzierung.

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Mailing

Postalisch verbreitete Werbung mit einem personalisierten Anschreiben, häufig ergänzt um  Flyer, Prospekt oder Ähnlichem. Bekannteste Form der Direktwerbung, die sich sowohl für den direkten Verkauf als auch zur Pflege von Kundenbeziehungen eignet. Grundlage sind Adressen eigener Datenbanken wie auch gekaufte Adressen von potenziellen Kunden.

Markenartikel

In den Augen von Verbrauchern hochwertiges Erzeugnis, welches sich durch einen hohen Bekanntheitsgrad, eine gleichbleibend hohe Produktqualität und eine hohe Verfügbarkeit auszeichnet. Die „Markierung“ erfolgt meistens durch eine eingetragene ® Wort-Bild-Marke. Intensive Werbung sorgt für den Aufbau des Bekanntheitsgrades. Gegenteil: No-Name-Produkte.

Markenerweiterung

Transfer einer Marke auf eine neue Produktgruppe mit dem Ziel, schneller und damit günstiger als bei der Neumarkenstrategie von der gleichzeitigen Übertragung der Markenbekanntheit und des Markenimages profitieren zu können.

Markenfamilie

Angebot von Varianten eines Produktes unter dem gleichen Markennamen (mit differenzierendem Zusatz) wie das Mutterprodukt.  Zum Beispiel Jever Fun, Jever light und Jever Pilsener.

Markenlizensierung

Vertraglich streng geregelte Übertragung von Nutzungsrechten an einer Marke, i.d.R. in einer anderen Warengruppe als der ursprünglichen. Dabei gibt es viele unterschiedliche Arten der Lizenz, abhängig von Art und Umfang der geplanten bzw. erlaubten Nutzung.

Markentreue

Kaufverhalten, bei dem ein Entscheidungsträger eine oder mehrere Marken einer Produktgruppe innerhalb eines Zeitraums wiederholt kauft und keine oder nur eine geringe Wechselbereitschaft zeigt.

Markenwert

Monetärer Wert einer Marke, der den Wert des makeninhabenden Unternehmens entsprechend erhöht (auch Brand Equity). Laut statistischem Bundesamt waren 2016 Google und Apple mit jeweils rund 230 Mrd. US-Dollar die wertvollsten Marken weltweit.

Market-based View

Ansatz des strategischen Managements, bei dem sich die Strategieauswahl überwiegend am Markt und weniger an den eigenen Resourcen (Resource-based-View) orientiert.

Marketingführerschaft

Rolle eines Unternehmens, welches in der Wertschöpfungskette die mächtigste Position vertritt.

Marketing-Mix

Umsetzung von Marketingstrategien durch das aufeinander abstimmen der vier klassischen Marketinginstrumente (4 Ps) Produktpolitik (Product), Preispolitik (Price), Distributionspolitik (Place) und Kommunikationspolitik (Promotion). 

Marktforschung

Systematische Sammlung, Aufarbeitung, Analyse und Interpretation von Daten über Zielgruppen und Märkte. Formen: Sekundärforschung mit Hilfe bereits vorliegender Daten, Primärforschung durch Erhebung neuer Daten. Quantitativ: Standardisierte Form, r.d.R. repräsentativ  mit großen Stichproben. Qualitativ: Kleinere oder sehr kleine Stichproben, z.B. durch direkte Befragung in Experteninterviews oder Gruppengesprächen. Hier spielen Qualität und die Tiefe der gewonnenen Informationen eine größere Rolle, häufig mit psychologischem Hintergrund. Ziel der Marktforschung ist immer die Gewinnung Informationen um Sicherheit für Marketing-Entscheidungen zu erhalten.

Marktführerschaft

In Bezug auf den Besitz von Marktanteilen das Unternehmen mit einer dominierenden Rolle im betreffenden Markt.

Marktsegment

Teil eines Marktes, der bestimmte Merkmale aufweist, zum Beispiel eine homogene Zielgruppe.

Marktsegmentierung

Aufteilung des Gesamtmarktes in Teilmärkte mit dem Ziel, durch eine spezifische Marketingstrategie für jeden Teilmarkt eine effizientere Marktbearbeitung zu ermöglichen. Zum Beispiel geografische Aufteilung nach Ländern oder zielgruppenspezifische Aufteilung nach soziodemografischen Merkmalen.

Mäzen

Benannt nach dem Römer Gaius Cilnius Maecenas (69 - 8 v. Chr.), vermögende Person, die die Bereiche Kunst, Kultur oder Sport (oder einzelne Akteure aus einem der Bereiche) mit finanziellen Mitteln fördert.

Mediadaten

in regelmäßigen Abständen von Verlagen herausgegebene Informationen zu deren Publikationen, mit Angaben über Verbreitungsgebiet, Leserschaft, Anzeigenpreise usw.

Median

Wert in der Statistik, der genau in der Mitte der nach Größen sortierten Datenverteilung liegt; auch Zentralwert genannt. Bei einer geraden Anzahl von Einzeldaten ist der Median die Hälfte der Summe der beiden in der Mitte liegenden Werte.

Medienresonanzanalyse

Auswertung der Berichterstattung von Medien hinsichtlich des Erfolges von durchgeführter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie von Messeaktivitäten, Events und anderen Veranstaltungen.

Mehrkanal-Strategie

Parallele Nutzung mehrerer unterschiedlicher (Absatzwege) Absatzkanäle für ein Produkt, z.B. Direktvertrieb, Einzelhandel und Online-Shop.

Mehrmarken-Strategie

Paralleles Angebot mehrerer Marken (z.B. in unterschiedlichen Preissegmenten) in ein und demselben Produktbereich.

Meinungsführer

Einflussreiche Person, an dessen Verhalten und Meinung sich viele andere Personen orientieren und sich somit vom „Opinion Leader“ beeinflussen lassen. Aus diesem Grund sind Meinungsführer besonders begehrte Zielpersonen.

Mischkalkulation

Instrument der Preispolitik, um marktstrategische Ziele zu erreichen. Dabei wird erwartet, dass die geringeren Gewinne oder sogar Verluste, die mit einem aus strategischen Gründen reduzierten Produkt erzielt werden, durch entsprechende höhere Gewinne anderer Produkte ausgeglichen werden, so dass insgesamt ein zufriedenstellender Deckungsbeitrag erreicht wird.

Mittelwert

Univariates Verfahren aus der Statistik, wobei mit Mittel oder Durchschnitt meistens das arithmetische Mittel gemeint ist. Dieses wird zum Beispiel in der Marktforschung durch die Summe der Einzelwerte bei einer Variablen, geteilt durch die Anzahl der Befragten ermittelt.

Mobile-Marketing

Werbemaßnahmen, die sich ausschließlich auf mobile Endgeräte wie Smartphones und deren Nutzung durch Kunden/Interessenten unterwegs beziehen. Dabei wird zwischen Push- und Pull-Ansätzen unterschieden.

Modus

Wert innerhalb der Statistik, der innerhalb einer Stichprobe am häufigsten vorkommt.

Mono-Marke

Beschreibt die Markenstrategie, bei der unter einer Marke ausschließlich ein Produkt bzw. eine Leistung angeboten wird.

Moskito-Marketing

Sonderform des Guerilla-Marketing, bei der mit geringem Budget durch viele kleine, gezielte Stiche mächtige Mitbewerber geschwächt werden sollen, um selbst zu profitieren bzw. Marktanteile zu gewinnen. Simples Beispiel: Kreidebeschriftung auf der Straße.

Mystery-Shopping

Verdeckte Testkäufe, um zum Beispiel im Handel die Serviceorientierung und den Umgang des Verkaufspersonals mit dem Kunden zu überprüfen. Ziel: Aufdeckung von Optimierungspotenzial.